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Das Schweriner Schloss

Veröffentlicht von Jette | Abgelegt unter Sehenswürdigkeiten

Ganz wie im Märchen wird das Schweriner Schloss von einer malerisch romantischen Umgebung umschlossen. Auf einer kleinen Insel im Schweriner See am Rande des Schweriner Stadtzentrums gelegen ist das Schloss schon vom Erscheinungsbild ein wahres Highlight. Direkt nach der gemütlichen Altstadt erhebt sich ein wahrhaft gigantisches Schloss in einer traumhaften Umgebung. Wo früher die mecklenburgische Herzöge und Großherzöge residierten, sitzt heute der Landtag Mecklenburg Vorpommerns. Neben dem Schloss liegt der prächtige Schlossgarten. Das anliegende Museum zeigt Kunstschätze der Schweriner Geschichte.

Als bekanntes deutsches Schloss wurde das Schweriner Schloss schon zahlreich besucht. Urlauber aus der ganzen Welt finden zu diesem romantischen Ort und lassen sich von Prunk und Schönheit bezaubern. Selbst Urlauber, die ihren Familienurlaub an der mecklenburgischen Seenplatte genießen oder Durchreisende, die Mecklenburg Vorpommern nur kurz besuchen, starten einen Tagesausflug nach Schwerin um die historische Altstadt mit dem anliegenden Schloss zu besichtigen.

Das Schloss zeugt von vielen historischen Einflüssen. Einst stand auf der kleinen Insel im Schweriner See eine slawische Burg. Heute erkennbar ist dies an der ringförmigen Wallanlage des Schlosses. Mitte des 12. Jahrhunderts wurde die Burg jedoch zerstört und von den deutschen Eroberern besetzt. Schon bald, zum Zeitpunkt der Stadtgründung Schwerins im Jahre 1160, wurde die Festung aufgrund der hervorragenden strategischen Lage wieder aufgebaut.

1358 gelangte das Schloss in den Besitz des mecklenburgischen Herzogs Niklot. Dieser machte das Schloss zu seiner Residenz, welches zahlreiche Umgestaltungsmaßnahmen des Schlosses zur Folge hatte. Nicht nur die Wohnlichkeit wurde maßgeblich verbessert, auch das Repräsentationsbedürfnis stieg, weshalb das Schloss sich zu einem prächtigen Machtobjekt wurde.

Mitte des 16. Jahrhunderts wurden die Bastionen an den Ecken des Schlosses erbaut, da das Schloss über wenig Verteidigungsmaßnahmen verfügte. Jene Verteidigungsanlagen sind zwar in den Jahren stark verändert worden, stehen aber heute noch an ihrer ursprünglichen Form vor Ort und Stelle.

Während des 17. Jahrhunderts vor dem Dreißigjährigen Krieg wurden erste Planungen eines Neubaus des Schlosses laut. Die Anfänge der Umsetzung wurden jedoch schnell eingestellt, da die kriegerischen Auseinandersetzungen die Arbeiten maßgeblich behinderten. Dennoch wurden einige Elemente fertiggestellt, wie etwa die Aufstockung des Schlosses über der Schlosskirche und die Veränderung der Schlossfassade in Anlehnung an die Niederländische Renaissance.

Nach allmählichem baulichen Verfall Ende des 18. Jahrhunderts beschloss Großherzog Paul Friedrich I. einen Schlossneubau und eine Sanierung verschiedener Bauelemente. Dort wo heute das Schlossmuseum steht, wurde der Neubau begonnen. Jedoch wurde dieser Neubau von Paul Friedruch I. nie fertiggestellt und auch sein Nachfolger kümmerte sich nicht darum. Viel mehr wurde anschließend die ursprüngliche Schlossanlage saniert und verändert.

Lange zogen sich die Entwerfungen verschiedener Umgestaltungspläne hin. So wurden verschiedene Architekten beauftragt die Umgestaltung des Schlosses zu planen. Neben dem Architekten Georg Demmler wurde der Dresdner Architekt Gottfried Semper beauftragt eine geeignete Umgestaltung des Schlosses zu entwerfen. Nach langem Hin und Her wurde Demmler beauftragt die Umgestaltung vorzunehmen. Seine Pläne enthielten viele Elemente der französischen Renaissance und auch einige Ideen aus Sempers Entwürfen.

Als Demmler verstrab übernahm der Berliner Friedrich August Stüler die Veränderung des Schlosses. Anstatt sich strikt an Demmlers Plan zu halten, brachte er in die Umgestaltung seine eigenen Elemente, die das heutige Bild des Schlosses zusätzlich prägten.

15. April 2011

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